Die bittere Wahrheit ist leider auch: Dieses Ergebnis war absolut verdient. Die Fusionsmannschaft war der Heimspielelf wirklich in allen Belangen überlegen, weder im läuferischen, noch im spielerischen Bereich, noch im Zweikampfverhalten hatten die Neckargemünder etwas entgegenzusetzen. Hiebei kann es auch keine Entschuldigung sein, dass etliche Stammspieler an diesem Samstag nicht zur Verfügung standen.
Zum Spielverlauf: Trotz leichter Überlegenheit der Spielgemeinschaft konnte Blau Weiss die Begegnung in der ersten Halbzeit noch einigermaßen ausgeglichen gestalten. Nach 15 Minuten Spielzeit gab es allerdings schon den ersten verletztungsbedingten Wechsel (Fischer wurde durch Gehrig ersetzt). Die Gegentore fielen in der 20. Minute per Kopfball nach einer Ecke und kurz vor der Halbzeit, als ein Ballverlust in eigener Hälfte mit dem zweiten Treffer bestraft wurde. Die vagen Hoffnungen der Gastgeber auf eine Aufholjagd wurden schon kurz nach der Halbzeipause durch zwei weitere Tore der Gäste beendet - danach brachen bei der Totaro-Auswahl alle Dämme.
Die Fehler der Heimmannschaft nahmen Dimensionen an, dass man sich ernsthaft fragen musste, ob wirklich jeder wusste, dass er sich bei einem Fußballspiel in einer Ligaklasse befand. Statt die Bälle abzuspielen wurde gedribbelt, statt den Gegenspieler zu decken, lamentiert, statt zu laufen wurde der Kopf hängen gelassen. Kurz vor dem Spielende musste auch noch Spielführer Ott verletzungsbedingt das Spiel abbrechen, und, da das Auswechselkontigent erschöpft war, die Partie zu zehnt zuende gebracht werden.
Ein positiver Ausblick zum Schluss: Schlimmer kann es tatsächlich kaum mehr werden und einige Spieler werden wohl in den nächsten Partien wieder zur Verfügung stehen...